Der kritische Umgang mit Bibliotheksbeständen umfasst viele Dimensionen und reicht u.a. vom Bestandsaufbau, der Erschließung und den genutzten Metadaten, über die Präsentation und die Erforschung der Herkunft der Bestände im Rahmen der Provenienzforschung.
Koloniale Kontexte sind in den letzten Jahren dabei in den Fokus gerückt und in vielen Institutionen setzen sich bereits intensiv damit auseinander. Als Impulsgeber versteht sich der neu erschienene Leitfaden Koloniale Kontexte in Bibliotheken. Er vereint internationale Autor:innen, die mit Praxiserfahrungen, Handlungsempfehlungen und Best Practice Beispielen in der Bibliotheksarbeit “koloniale Verflechtungen in Sammlungen sichtbar zu machen, bestehende Routinen kritisch zu hinterfragen und den fachlichen Austausch über den Umgang mit kolonialen Kontexten weiter zu fördern” (Abstract).
Zentral geht es um jene Objekte wie “Bücher, Handschriften, Fotografien, Filme, Tonaufnahmen und Archivmaterialien, die im Zusammenhang mit kolonialer Herrschaft, Wissensproduktion und kultureller Aneignung entstanden sind oder koloniale Perspektiven und Machtverhältnisse dokumentieren” (Abstract). Die VÖB agiert neben dem dbv als Mitherausgeberin. Das Redaktionsteam Lars Müller und Julia Zenker und das Autor:innenteam freuen sich ausdrücklich über Feedback und Verbreitung.

Bibliografische Angaben:
Deutscher Bibliotheksverband e. V. (dbv) & Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare (VÖB). (2026). Koloniale Kontexte in Bibliotheken: Ein Leitfaden. https://doi.org/10.18452/37497
Liebe Herausgeber! Tolle Sache, danke! Gibts den Band auch im Print? Wenn ja, würd ich gern einen nehmen für die Bibliothek der Öst. Ordenskonferenz (Freyung 6/1/2/3, 1010 Wien). Danke!
Alles Liebe, Irene Kubiska-Scharl
Liebe Frau Kubiska-Scharl,
vielen Dank für Ihr Interesse. Der Leitfaden steht digital zur Verfügung und ist Open Access.
Mit lieben Grüßen,
Olivia Kaiser