ÖNB hilft bei Digitalisierungsprojekt www.judaica-frankfurt.de

Der Standard berichtet:

Die Bibliothek der Diaspora

Seit mehr als zehn Jahren widmet sich die Frankfurter Universitätsbibliothek einem einmaligen kulturhistorischen Projekt: der virtuellen Herstellung von Europas größter Bibliothek jüdischen Schrifttums

Grundlage dieses Bestandes bildet die Hebraica- und Judaica-Sammlung, die zu Ende des 19. Jahrhunderts durch großzügige Spenden Frankfurter Juden gegründet wurde. Deren damaliger Leiter, Professor Aron Freimann, der sie von 1898 bis 1933 betreute, baute sie in dieser Zeit zur bedeutendsten Spezialsammlung des europäischen Kontinents aus. Ein einmaliger kulturhistorischer Schatz, der durch nationalsozialistische Plünderung und Brände infolge der Bombardierung Frankfurts während des Zweiten Weltkriegs zu großen Teilen vernichtet wurde.

Ihrer virtuellen Wiederherstellung anhand der erhaltenen Kataloge Aron Freimanns gilt der zweite Teil des Frankfurter Digitalisierungsprojekts. Jene Bände, die heute in Frankfurt fehlen, werden durch Kopien aus den Beständen anderer Bibliotheken, darunter der Österreichischen Nationalbibliothek, ergänzt. 18.000 überwiegend deutschsprachige Objekte soll die digitale „Freimann-Sammlung“ (www.judaica-frankfurt.de) im Jahr 2010 umfassen – nicht weniger als die gesamte historische Literatur zur Wissenschaft des Judentums. – Eine Bibliothek ohne kontinentale Grenzen.

Quelle: http://derstandard.at/?url=/?id=1234508851036

Das Projekt: http://www.judaica-frankfurt.de/

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