LH Pühringer zu ein Jahr „neue“ Oö. Landesbibliothek: „Mehr Angebote – mehr Besucherinnen und Besucher“

(LK) Am 27. August 2010, ist es exakt ein Jahr, dass die Oö. Landesbibliothek in ihrem erweiterten und sanierten Gebäude am Linzer Schillerplatz den Betrieb aufgenommen hat. Seither wurden nicht nur mehr als 120.000 Leserinnen und Leser bedient, auch die neue offene Architektur des Hauses hat in- und ausländische Gäste angezogen. Eine Kooperation mit der Katholisch-Theologischen Privatuniversität, der „Lange Leseabend“ und die „Lange Nacht der Museen“ am 2. Oktober stehen im Herbst 2010 auf dem Programm.

„120.000 Besucherinnen und Besucher in einem Jahr, diese Zahl zeigt, dass die neue Landesbibliothek im ersten Betriebsjahr nicht nur als Bücherverleih bestens angenommen, sondern zunehmend auch als ein interessanter Ort des Lernens, der Bildung und der kulturellen Auseinandersetzung entdeckt wird“, erklärte Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer. Dazu trägt einerseits die moderne offene Architektur und die Qualität der denkmalgeschützten Bausubstanz bei, andererseits aber auch das erweiterte Dienstleistungsangebot: So stehen insgesamt die Bibliothekarinnen und Bibliothekare mehr für Leserberatung zur Verfügung, weil Routinearbeiten wie das Verbuchen der Medien von den automatisierten Ausleiheverbuchungsmaschinen übernommen werden. „Insgesamt gehört die Oö. Landesbibliothek neben den großen Universitätsbibliotheken und der Nationalbibliothek unter die zehn größten Informationsanbieter im „österreichischen Bibliothekenverbund“, so Pühringer.

„Besonders gut angenommen wird von den Besucherinnen und Besuchern der Landesbibliothek der neue Freihandbereich der Bibliothek, in dem man nach Lust und Laune in den Wissensgebieten der Bibliothek schmökern kann“, sagt der Direktor der Landesbibliothek Dr. Christian Enichlmayr. Aber auch die eLibrary mit einem qualifizierten Angebot an elektronischen Medien und auf Wissensvermittlung fokussiertes Angebot an Internet-Seiten, macht die Bibliothek auch für die jüngere
Generation attraktiv und wird weiter ausgebaut. Mit ihren historischen Sammlungen aus dem Land und über das Land richtet die Bibliothek ihr Angebot aber auch auf Heimatforscher aus, die hier in historischen Zeitungen fündig werden und somit Quellen für ihre Regional- und Heimatforschung vorfinden.

Herausforderung Digitalisierung

Eine zunehmende Herausforderung für die Bibliothekare/innen ist die Nachfrage nach digitalisierten Büchern und Zeitungen, der in Zusammenarbeit mit größeren Informationsanbietern begegnet wird. So werden etwa in Kooperation mit der Österreichischen Nationalbibliothek historische oberösterreichische Tages- und Wochenzeitungen digitalisiert und künftig zentral auf dem Server von „Austrian Newspapers Online“ angeboten. Das schont die Originale und ermöglicht den Forschenden, von zu Hause auf die Bestände zuzugreifen. Zu den bereits digitalisierten Werken wichtiger oberösterreichischer Literaten, wie Franz Stelzhamer und Adalbert Stifter auf dem Server „Austrian Literature Online“ werden ab kommendem Jahr auch noch Werke von oberösterreichischen  Klassikern der Landeskunde wie Benedikt Pillwein, Hans Commenda, Friedrich Simony u.a. hinzukommen.

Kooperation mit der Katholisch-Theologischen Privatuniversität

Für das kommende Jahr ist darüber hinaus eine intensive Kooperation mit der Katholisch-Theologischen-Privatuniversität geplant. Die beiden Einrichtungen haben vereinbart, ihre Leserausweise gegenseitig anzuerkennen. Die Leser müssen somit nur mehr an einer Einrichtung die Jahreskartengebühr entrichten.

„Langer Leseabend“ ab Oktober

Ab Oktober wird die Oö. Landesbibliothek probeweise einen „langen Leseabend“ in der Woche anbieten. So wird im leseintensiveren Winterhalbjahr bis Ende März der Freihandbereich der Bibliothek durchgehend jeden Donnerstag von 09:00 bis 21:00 Uhr geöffnet sein.

„Lange Nacht der Museen“ am 2. Oktober

Die Bibliothek mit ihrem kulturellen Erbe an mittelalterlichen Handschriften und frühen Druckschriften aus oberösterreichischen Klöstern ist aber auch ein kleines Museum:
Deshalb wird die Landesbibliothek heuer erstmals am 2. Oktober bei der „Langen Nacht der Museen“ mitmachen und im barocken Erlebnisraum „Altes Buch“ eine computeranimierte Rauminstallation des Linzer Medienkünstlers Peter Hans Felzmann zur Geschichte der Schriftkultur zeigen. Die Landesbibliothek wird sich auch heuer wieder an der gesamtösterreichischen Kampagne „Österreich liest“ im Oktober mit zahlreichen Leseveranstaltungen beteiligen: Am Nationalfeiertag etwa gibt es ein „literarisches Frühstück“ zu Marlen Haushofer.

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