Die VÖB äußert scharfe Kritik zu den Plänen der Bundesregierung, die Budgets der Universitäten für die kommende Leistungsvereinbarungsperiode 2028-2030 massiv zu kürzen

Universitätsbibliotheken sind zentrale Infrastrukturen für Studium, Forschung, Lehre und Wissens- und Technologietransfer. Sie sichern den Zugang zu verlässlicher wissenschaftlicher Information, vermitteln Informationskompetenz, bewahren kulturelles Erbe und treiben Open Science voran.

Kürzungen im Hochschulbereich treffen diese Kernaufgaben unmittelbar und haben weitreichende Folgen für die Leistungsfähigkeit der Universitäten. Die von der Bundesregierung nun kommunizierten Budgetkürzungen gefährden die Versorgung mit wissenschaftlicher Literatur und verlangsamen damit den Forschungsprozess, verlängern Studienzeiten und schwächen die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Die Leistungen von Bibliotheken in der Förderung von Open Science, Forschungsdatenservices und Langzeitarchivierung brauchen stabile Mittel, sonst drohen Daten- und Wissensverluste. Weniger Personal bedeutet kürzere Öffnungszeiten, somit weniger Lernräume und weniger Beratung. Gekürzte Beiträge zu Konsortien mindern die Verhandlungsmacht von Bibliotheken und erhöhen die Gesamtkosten für alle Einrichtungen.

Dem Präsidium der VÖB ist bewusst, dass angesichts der gegenwärtigen finanziellen Situation jede:r seinen Beitrag leisten muss. Dennoch braucht es eine stabile Budgetentwicklung und eine verlässliche Finanzierung qualifizierten Personals. Kurzfristige Einsparungen im Bibliotheksbereich erzeugen langfristige Schäden. Wer den Zugang zu verlässlichem Wissen beschneidet, schwächt Exzellenz, Innovation und Bildungschancen in Österreich.

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