UB in der Wissensbilanz 2012 der VetMed Wien

Aus der Wissensbilanz 2012 – der VetMed Wien:

j) Bibliotheken und andere Universitätseinrichtungen

Die Vetmeduni Vienna verfügt neben der Universitätsbibliothek über zentrale Sondereinrichtungen für Lehre und Forschung. Dazu zählen das Lehr- und Forschungsgut, die Technologieplattform VetCore sowie das Trainingszentrum für angehende TierärztInnen, das Skills Lab „VetSIM“.

1) Universitätsbibliothek

Die Universitätsbibliothek dient als zentrale Stelle für die Beschaffung, Erschließung und
Bereitstellung von Medien für die Lehrenden und Forschenden der Universität. Sie erwirbt
Nutzungsrechte für elektronische Ressourcen und organisiert den Zugriff darauf. Über die Fernleihe vermittelt sie Medien aus anderen Bibliotheken im In- und Ausland. Ihr hohes Qualitätsbewusstsein spiegelt sich in der regelmäßigen freiwilligen Evaluierung im Rahmen des Bibliotheksindex (BIX) wider (siehe Kapitel c) Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement, Punkt 6) Sonstiges, Seite 13). Ihre Öffnungszeiten sind dabei so gestaltet, dass sie die Vereinbarkeit von Beruf bzw. Studium und Familie fördern und ein flexibles Arbeiten am Campus ermöglichen (siehe Kapitel f) Studien und Weiterbildung, Punkt 4) Studierende mit Betreuungspflichten und/oder Berufstätigkeit neben dem
Studium, Seite 39).

Netzwerke der Universitätsbibliothek

Gemeinsam mit mehr als 80 Bibliotheken nimmt die Universitätsbibliothek der Veterinärmedizinischen Universität Wien aktiv am Österreichischen Bibliothekenverbund teil. Sie beteiligt sich an regelmäßigen Systembibliothekarstreffen, Verbundtagen sowie an den Vollversammlungen des Österreichischen Bibliothekenverbundes, um neue Entwicklungen im Bibliothekswesen, die Aufgaben des Verbundes, sowie zukünftige Strategien und Prioritäten mitzugestalten. Auch im PRIMO-Beirat, der den Österreichischen Bibliothekenverbund zur Bibliothekssoftware PRIMO berät, ist die
Universitätsbibliothek der Vetmeduni Vienna vertreten und kann somit an Problemlösungen bzw. neuen Produktanforderungen aktiv mitarbeiten.

Die Universitätsbibliothek der Vetmeduni Vienna nimmt an der Kooperation „E-Medien Österreich“ teil. Ziel dieser Kooperation ist der koordinierte Kauf und Lizenzerwerb von Datenbanken, elektronischen Zeitschriften und elektronischen Büchern im Rahmen von Konsortien.

Forschungsleistung dokumentieren

Die Universitätsbibliothek der Vetmeduni Vienna betreibt die Forschungsdokumentationsdatenbank „Vetdoc“. In dieser Datenbank wird die Forschungsleistung der Vetmeduni Vienna dokumentiert. Die Einträge sind öffentlich zugänglich und nach den Kategorien ForscherIn, Institution, Projekt, Publikation, PartnerInnen, Geldgeber, Ausstattung und Know-how durchsuchbar.

Online Kataloge und Online Services

Die Suchmaschine „vetmed:seeker“ führt die vielfältigen Bestände der Universitätsbibliothek, die zuvor oft auf Einzelsystemen verteilt zu finden waren, in einem einzigen System zusammen. Der vetmed:seeker ermöglicht neben der Suche in den physischen Beständen der Universitätsbibliothek auch die Recherche in einem großen Teil ihrer virtuellen Ressourcen. Die wissenschaftlichen Bestände der lokalen Kataloge sind bereits Großteils auf die Suchmaschine vetmed:seeker umgestellt. In Zukunft sollen alle Ressourcen via vetmed:seeker suchbar sein. Zusätzlich wird mit
dem integrierten Bibliothekssystem Aleph 500 auch der Österreichische Verbundkatalog angeboten.

Mit dem bX™ Recommender stellt die Bibliothek seit November 2012 ein zusätzliches,
nutzungsbasiertes Service zur Literatursuche zur Verfügung gestellt. Via Data Mining erfasst bX™ die Nutzungsdaten von Millionen von Nutzern von wissenschaftlichen Materialien weltweit, indem die Nutzungsmuster, Assoziationen zwischen den Themen, Autoren und Artikeln sowie die Popularität hinzugezogen werden. Die Daten kommen von angesehenen Forschungsinstitutionen.

Im April 2012 wurden die Gemeinsamen Normdateien GND in den lokalen Systemen der
Universitätsbibliothek implementiert. Die GND wird von der Deutschen Nationalbibliothek mit den deutschen Verbünden und dem Österreichischen Bibliothekenverbund gemeinschaftlich geführt und gewartet. Die kooperative Pflege von Normdaten stellt zum einen eine Arbeitserleichterung für die Bibliothek dar und ist außerdem ein wichtiger Schritt in Richtung zeitgemäßere Metadatenformate, semantischer Bibliothekskataloge und der Einführung neuer Erschließungsmethoden.

Verbesserte Infrastruktur

Im Berichtsjahr wurde ein zusätzlicher A3-Scanner im Freihandbereich installiert, somit stehen den BenutzerInnen jetzt insgesamt zwei A3-Scanner zur Verfügung. Die Lesesäle und der Freihandbereich wurden benutzerfreundlicher gestaltet. Die Garderoben wurden umgestaltet und eine „Bibliothekscouch“ für entspannte Pausen angeschafft. Weiters konnten durch Umwidmung und kleinere Adaptierungen eines Raumes in der Bibliothek drei weitere Einzelarbeitskojen geschaffen werden.

Die Retrokatalogisierung von Altbeständen aus den Magazinen konnte zügig vorangetrieben werden. Der Bestand der Lehrbuchsammlung wurde mit Hilfe von Lehrenden der Universität überarbeitet und erneuert. Gleichzeitig wurde in diesem Jahr eine besonders intensive Aussonderungspolitik betrieben, welcher die Lehrbuchsammlung und vor allem veraltete Nachschlagewerke umfasste. Damit konnte Stellplatz im Freihandbereich geschaffen werden und mit den ausgesonderten Bänden neben den
zweimal jährlich stattfindenden Bücherflohmärkten ein zusätzlicher Buchsonderverkauf für die Studierenden bestückt werden.

Provenienzforschung und Nachlassbearbeitung

Das Projekt „Provenienzforschung“ wurde im Jahr 2012 weiter vorangetrieben. Die Sichtung des Bestandes und Autopsie der jeweiligen Bücher auf Stempel, Exlibris, handschriftliche Eintragungen oder andere Besitzvermerke wurde in Berichtsjahr abgeschlossen und relevante Bestände können auf ihre Provenienz überprüft werden. Zum Stand des Projekts wurde in diversen Fachmedien, im VetmedMagazin und auf der Website der Universitätsbibliothek publiziert.

Die Bibliothek übernahm im Jahr 2012 die Aufarbeitung von mehreren Professorennachlässen, wovon einige bereits abgeschlossen wurden. Weiters sichtete die Bibliothek den Bestand und die Objekte des ehemaligen Pferdemuseums. Teile davon konnten erschlossen und in die bereits vorhandenen Bestände des Universitätsarchivs integriert werden.

Quelle: http://www.vetmeduni.ac.at/uploads/media/2012_WiBi_VetmeduniVienna.pdf

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